FILMKRITIK IST UND BLEIBT GESCHMACKSSACHE

„Tatsächlich kann es künstlerisch objektiv belastbare Kriterien der Qualität kaum geben.
(..)
Jedes Gerede über „Qualität“, wenn es mit absoluten Maßstäben operiert,
ist schon ein Akt der Unterwerfung Andersdenkender.
Da können die ewigen Listen der besten (und schlechtesten) Filme aller Zeiten
sich noch so einig sein (nur weil Menschen sich einig sind, haben sie noch nicht recht): Filmkritik ist und bleibt Geschmackssache.“

Cover-der-publikumsvertragDieses Zitat stammt von ROLAND ZAG, dem Begründer des „human factor“. In seinem Buch „Der Publikumsvertrag – Drehbuch, Emotion und der human factor“ erklärt er anhand von Beispielen die Prinzipien des erfolgreichen, wenn emotional wirksamen, Drehbuchs. Deutlich wird, warum manche Filme auf eine starke positive Resonanz stoßen, andere dagegen nicht.
Interessant ist Roland Zag’s aktuelle Stellung- nahme bezüglich der immer wieder aufflam- menden Diskussion, ob der deutsche Film tatsächlich „schlecht“ ist oder einfach verkannt wird, ob nun Arthouse oder Mainstream richtig und gut sind.
Fragen, die sich immer wieder stellen, wenn auffällt, dass selbst bei der BERLINALE 2013 – DAS deutsche Filmfestival, welches sich doch weltweit unter die A-Kategorie der Filmfestivals einreihen möchte – nur EIN deutscher Film Chancen auf einen goldenen Bären hatte. Lassen wir die französischen Filmfestspiele in Cannes und die Oscars in Hollywood mal außer Acht.
Beantworten aber Preise, die von einer Jury, welche nun mal aus Menschen besteht, die natürlich in erster Linie ihren Geschmack zum Ausdruck bringen, diese Fragen? Natürlich sind es Filmkenner, Filmschaffende, die sich ein Urteil über die zur Auswahl gestellten Filme treffen. Trotzdem. Ist das aussagekräftig? Eine Antwort versucht der Drehbuch-Profi Roland Zag zu finden und erkennt richtig:

„Kein Mensch weiß, was ein guter Film ist.
Es gibt höchsten Menschen, die für sich selbst wissen, was sie für gut halten.“

Den gesamten Beitrag von Roland Zag lesen.

1 Comment

  1. Ute Bronder sagt: - reply

    Ein sehr aufschlussreicher und wunderbarer Beitrag über Werte, Dramarturgie Konflikte und sie zu nutzen, anstatt sie zu bekämpfen.
    Danke

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